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Die berichtete über die Feuerwehr:
Samstag 15. April 2006
Polizei sucht nach Brandstifter
Ermittlungen wegen Feuer in "Villa Clara" - Schnelle Alarmierung der Feuerwehr verhindert Schlimmeres
HAHNENKLEE. Wegen Brandstiftung ermittelt die Polizei nach dem Feuer in der "Villa Clara" in der Parkstraße, das am Mittwochabend gegen 22 Uhr ausgebrochen war. Möglicherweise gehört der Brand zu einer Serie, die die Feuerwehr seit Anfang Januar beschäftigt.
Einem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, dass sich der Schaden in Grenzen hält und keine Menschen verletzt wurden. Zwei 19-jährige Frauen, die gegen 22 Uhr an dem Haus vorbeikamen, hatten Feuerschein bemerkt und sofort die Hahnenkleer Feuerwehr alarmiert. Die traf nur knapp drei Minuten später mit den ersten beiden Fahrzeugen am Einsatzort ein, wenig später folgten weitere Löschfahrzeuge und die gleichfalls alarmierte Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld.
Keine Menschen im Haus
Bei Wohnhaus-Bränden, erläuterte Hahnenklees Ortsbrandmeister Christian Hellmeier, der den Einsatz leitete, sei das üblich: "Das hat sich in der Vergangenheit bestens bewährt, so sind in kürzester Zeit genügend Einsatzkräfte vor Ort."
In diesem Fall waren es schließlich insgesamt 45 Feuerwehrleute, dazu Polizei, Notarzt und Rettungsdienst.
Der indes musste nicht eingreifen. Die ursprüngliche Vermutung, in dem Haus seien Menschen, bewahrheitete  sich nicht. Gut 20 Minuten suchten Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz alle Räume ab, dann gab es Entwarnung.
Das Gebäude war Angaben Hellmeiers zufolge erst vor zwei Monaten von einem Niederländer gekauft worden. Der war zwar auch schon eingezogen, während des Feuers aber nicht zu Hause.
Dank des schnellen und gezielten Feuerwehr-Einsatzes konnte ein Übergreifen der Flammen auf das obere Stockwerk verhindert werden, zwei Räume im Erdgeschoss brannten aber aus. Bis gegen 0.30 Uhr dauerte der Einsatz, dann war derBrand gelöscht und darüber hinaus der Qualm mit einem Belüftungsgerät vertrieben.
Gebäude beschlagnahmt
Die Polizei ermittelt inzwischen wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung. Das Gebäude wurde deshalb beschlagnahmt. Seit Anfang des Jahres, zum ersten Mal am 8. Januar, hat es in Hahnenklee Bockswiese immer wieder gebrannt. Mal standen Container in Flammen, dann brannte ein Anbau in der Lautenthaler Straße. Ende Januar steckten unbekannte Täter einen Abfallbehälter am Müttergenesungsheim in Brand. Auch dieser wurde früh entdeckt, so dass sich der Schaden in Grenzen hielt. Die Bewohner des Heimes schliefen so fest, dass sie nicht einmal die Feuerwehr hörten. -tge



Feuerwehrleute arbeiten unter schwerem Atemschutz im ausgebrannten Erdgeschoss (links), über Steckleitern
werden erste Löschangriffe vorgenommen (rechts). Fotos: Feuerwehr