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Die berichtete über die Feuerwehr:
Dienstag 21. März 2006
Großeinsatz in steiler Hanglage
Feuerwehren aus Wildemann und Clausthal-Zellerfeld löschen Gebäudebrand am Badstubenberg
WILDEMANN. Ein größeres Gartenhaus in Wildemann ist in der Nacht zu gestern abgebrannt. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf das daneben stehende Wohnhaus verhindern, dessen Bewohner sich bereits in Sicherheit gebracht hatten. Verletzt wurde niemand.
Schon auf der Anfahrt zur Feuerwache war der helle Feuerschein in der Hanglage zu sehen, berichtet Wildemanns Ortsbrandmeister Thomas Sudhoff. Die Bewohner des Grundstücks am so genannten "Halben Höhenweg" am Badstubenberg hatten das Feuer, dessen Ursache noch unbekannt ist, selbst gemeldet.
300 Meter bergauf
Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Wildemann sowie der zusätzlich alarmierten Feuerwehr  Clausthal-Zellerfeld bestand die Hauptaufgabe darin, ein Übergreifen des Feuers auf das Hauptgebäude zu verhindern, zumal dessen Fassade durch die Hitzestrahlung schon in Mitleidenschaft gezogen war. Schwierig gestaltete sich die Zuwegung zu dem Grundstück, da weder eine Straße noch ein Fahrweg vorhanden ist. Das Grundstück ist nur über einen Fußweg zu erreichen. So mussten die Feuerwehrleute alle Schläuche und Gerätschaften rund 300 Meter bergauf zum Brandort schleppen. "Das verlangt auch  einem ausgebildeten und trainierten Feuerwehrmann einiges ab", sagt Sudhoff.
Als weitere Schwierigkeit erwies sich, dass der in Gebäudenähe stehende Hydrant nur zu Nachlöscharbeiten in Betrieb genommen werden konnte, da seine Leistung für einen größeren Einsatzfall nicht ausreicht. "Wir hatten für diesen Bereich schon mal den Bau einer so genannten Standleitung angedacht und vorgeschlagen, die ein Verlegen der Schlauchleitungen über die lange Wegstrecke entbehrlich machen würde"sagt Sudhoff.
Aus Übungseinsätzen sind die acht Häuser am Badstubenberg der Feuerwehr Wildemann bekannt, und aus diesem Grund lief das Vorgehen auch reibungslos ab. Die Wasserversorgung zum Brandobjekt wurde mittels Pumpe vom Hydranten am Hangfuß sowie aus der Innerste sehrschnell aufgebaut. Nach wenigen Minuten konnten drei Strahlrohre zum Ablöschen und zum Schutz des Hauptgebäudes eingesetzt werden. Die Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld verlegte eine zweite Leitung, die dann aber nicht mehr in Betrieb genommen werden musste. Beide Feuerwehren waren mit je 27 Männern und Frauen sowie insgesamt neun Fahrzeugen im Einsatz.
Zusammenarbeit bewährt
Samtgemeindebrandmeister Andreas Hoppstock zeigten sich nach Ende der LöscharbeitenSudhoff sowie Clausthal-Zellerfelds Ortsbrandmeister Lothar Kahla und der ebenfalls mit ausgerückte gegen 24 Uhr zufrieden über den Ablauf des Einsatzes. Es habe sich auch in diesem Fall wieder gezeigt, dass sich die Zusammenarbeit der Wehren durch die gemeinsamen Objektübungen immer weiter verbessert hat. So sei gewährleistet, dass es "in der Ausführung im Ernstfall optimal läuft". bf
 
Einsatz mit schwieriger Wasserversorgung am Steilhang: 300 Meter mussten die Feuerwehrleute die Löschgeräte bergauf tragen.
Fotos: Feuerwehr